Meine Bewerbungsunterlagen

Klassische Bestandteile einer Bewerbung sind:

Korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind ein Muss, zeugen sie doch von der Sorgfalt, die Sie für die Bewerbung aufgewandt haben.

Stellenanzeigen richtig lesen

Stellenanzeigen sind Werbeanzeigen, die das inserierende Unternehmen im besten Licht darstellen. Aus einer guten Stellenanzeige können Sie verwertbare Angaben zum Job, insbesondere zu Aufgabenstellung, Anforderungsprofil, Firma und Branche herausziehen. Achten Sie hierbei auf Formulierungen wie „unbedingt“ (diese Qualifikation müssen Bewerber mitbringen) oder „idealerweise Kenntnisse in“ (diese müssen Bewerber also nicht zwingend vorweisen können). Sie geben Ihnen Hinweise darauf, wie gut Ihr Bewerberprofil zur Stelle passt. Finden Sie hier viele Übereinstimmungen, können Sie mit Ihrer passgenauen Bewerbung starten.

Anschreiben

Im Anschreiben zeigen Sie, dass Sie die in der Stellenanzeige genannten Anforderungen verstanden haben, und stellen Ihre Qualitäten und Fähigkeiten passend zum jeweiligen Stellenangebot in den Vordergrund. Vergleichen Sie die Stellenanzeige mit den Erfahrungen aus Ihrem aktuellen Job, Ihrer Ausbildung und Ihrem bisherigen Werdegang. Greifen Sie sich zwei bis drei wichtige Aspekte heraus, die durch Lebenslauf und die Anlagen nicht oder nur unzureichend belegt werden und konkretisieren Sie diese. Ist ein Anschreiben persönlich und individuell gestaltet, hat es größeren Erfolg bei der ersten Sichtprüfung durch die Mitarbeiter in der Personalabteilung als ein Standardschreiben.

Ob der Stil in Ihrem Bewerbungsschreiben eher ausgefallen oder eher konservativ sein sollte, richtet sich maßgeblich nach dem Adressaten: Die Gefahr, dass ein ausgefallenes Anschreiben schlecht ankommt, ist bei einer Bank größer als bei einer Werbeagentur.

Im Bewerbungsanschreiben sollte ein namentlich benannter Ansprechpartner in der Anrede stehen. Entweder ist ein Ansprechpartner in der Stellenanzeige angegebene oder Sie erfragen den Namen telefonisch. 

Ein weiterer Tipp: In der Kürze liegt die Würze. Ein Bewerbungsschreiben sollte eine Seite daher nicht überschreiten. Vermeiden Sie also ausschweifende Formulierungen.

Video: Ihr Bewerbungsanschreiben (2:33 Min.)



Lebenslauf

Der Lebenslauf gliedert sich in Kontaktdaten, Berufspraxis und Ausbildungsweg. Zu seiner Länge und seinem Aufbau gibt es verschiedene Philosophien. Ein Tipp: Wenn Sie Ihre Stationen bei Berufspraxis und Ausbildung antichronologisch (die aktuellste Station steht zuerst, die älteste Station zuletzt) anordnen, hat das den Vorteil, dass der Leser direkt mit dem ihn besonders interessierenden Status quo einsteigt. Ihr aktueller Job bietet den besten Einblick in Ihren fachlichen Schwerpunkt.

Führen Sie Stichwörter zu Ihren Festanstellungen, zu relevanten Tätigkeiten während Ihrer Ausbildung bzw. Studium oder zu Praktika auf; empfehlenswert ist es hier, mit Spiegelstrichen oder Bulletpoints zu arbeiten. Diese erleichtern die Einordnung Ihrer Eignung für den jeweiligen Job. Bei Hochschulabsolventen ist ein allgemein verständlicher Satz zum Titel der Abschlussarbeit hilfreich. Sowohl Fremdsprachen als auch Softwareskills gemäß der Einstufung des Europasses (Grundkenntnisse, ausbaufähig, sehr gut, verhandlungssicher) runden Ihr Profil ab. Gehen Sie davon aus, dass Ihr als „verhandlungssicher“ bezeichnetes Englisch im Bewerbungsgespräch auf die Probe gestellt wird. Auch Hobbys können Sie in Ihrem Lebenslauf aufführen, das gewährt einen Einblick in Ihre Interessen und kann eine gute Basis für Smalltalk im Vorstellungsgespräch bieten.

Video: Der perfekte Lebenslauf (2:46 Min.)


 

Zeugnisse

Wer über eine langjährige Berufserfahrung verfügt, sollte lediglich die Abschlusszeugnisse beilegen. Arbeitszeugnisse hingegen sind in jedem Fall ein Muss. Zertifikate von Weiterbildungen sollten Sie mitschicken, wenn diese einen konkreten Stellenbezug haben und nicht älter als fünf Jahre sind. Da nicht in jedem Land Zeugnisse gängig sind, können Sie in Ihrer Bewerbung auch mit Daten von Referenzgebern (Management, Vorgesetzte, Kollegen aus dem eigenen Team) arbeiten. 

Bewerbungsfoto

Bewerbungsfotos sind in Deutschland Standard. Um Bewerber nicht (un-)bewusst zu diskriminieren, gibt es allerdings eine wachsende Zahl von Unternehmen, die von Fotos oder Altersangaben Abstand nehmen. Falls Sie sich unsicher sind, sollten Sie beim Unternehmen vorab nachfragen.

Wenn Sie ein Bewerbungsfoto beilegen, achten Sie bitte auf Professionalität: Unpassende Kleidung oder Automatenbilder sind tabu. Schließlich hat das Bild nur einen Zweck – Sie von Ihrer besten Seite zu zeigen.

Eine häufige Frage zum Thema Bewerbungsunterlagen: Wo kommt das Foto hin? Das Bewerbungsfoto platzieren Sie oben rechts auf die erste Seite des Lebenslaufs oder auf ein gesondertes Deckblatt Ihrer Bewerbung.

Bewerbungskanäle

 

Bewerbungen können heutzutage auf vielfältige Weise bei einem Unternehmen eingehen: per Post, per E-Mail, über ein Bewerberportal, über eine Profildatenbank eines Online-Stellenmarkts sowie in Form eines Social-Media-Profils

Per Post sollten Sie sich nur bewerben, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird. Und dann bitte mit einer professionellen Bewerbungsmappe. 

Bewerbungsunterlagen sollten eine bestimmte Reihenfolge einhalten: Zuerst das Anschreiben, dann folgen der Lebenslauf und die Zeugnisse.

Bewerben Sie sich per E-Mail, gilt im Prinzip das Gleiche: Erforderliche Unterlagen, d. h. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse, sollten in einer PDF-Datei gespeichert sein. Die Datei trägt idealerweise den Namen des Bewerbers. Die Größe der Bewerbung sollte drei Megabyte nicht überschreiten. Achten Sie bitte darauf, den Text der E-Mail kurz zu halten und kein zweites Bewerbungsschreiben zu verfassen. Nennen Sie hier am besten bereits im Betreff die Referenznummer zum jeweiligen Stellenangebot.

Wenn Sie Ihre Daten in einem Bewerberportal des Unternehmens für eine bestimmte Festanstellung hinterlegen müssen, halten Sie sich an die dortigen Vorgaben. Ein Portal hat den Vorteil, dass Sie Ihre Bewerbung so einreichen, wie es der Arbeitgeber wünscht. Allerdings ist es dort auch schwieriger, der eigenen Bewerbung eine individuelle Note zu geben und sich optimal durch ein persönlich adressiertes Bewerbungsschreiben zu präsentieren. Für Individualität bleiben Ihnen dann oft nur die Freitext-Eingabemöglichkeiten.

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