Gehaltserhöhung verhandeln:
Das sollten Sie grundsätzlich beachten

In Ihrem Berufsleben werden Sie mit Gehaltsverhandlungen ständig konfrontiert werden. Ganz gleich, ob Sie nach der Probezeit nach einer Gehaltserhöhung fragen oder schon seit einigen Jahren bei Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin angestellt sind. Und auch direkt zu Beginn, wenn Sie sich auf einen Job bewerben, geht es bereits im Vorstellungsgespräch um das liebe Geld.

Doch welche Strategien gibt es? Wie viel mehr Gehalt dürfen Sie nach einer erfolgreich absolvierten Probezeit verlangen? Was steht Ihnen eigentlich im Vergleich zu allen anderen Fachkräften im Durchschnitt zu? Und wie überzeugen Sie Ihre Vorgesetzten in der Gehaltsverhandlung davon, Ihnen mehr zu zahlen?

Wir stellen Ihnen die besten Tricks und Tipps für Ihre Gehaltserhöhung vor, die wir in den letzten Jahren für Sie zusammengetragen haben – und zeigen Ihnen Fehler auf, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Auf Gehaltsgespräche sollten Sie sich vorbereiten – und recherchieren

Ehe Sie in eine Gehaltsverhandlung starten, sollten Sie Ihren eigenen Wert bestens kennen. Eine Antwort auf die Frage „Wie viel mehr Gehalt kann ich eigentlich verlangen?” oder auch „Was ist angemessen zu fordern?” lässt sich pauschal nicht geben. Zu unterschiedlich sind die fachlichen und persönlichen Hintergründe, die Branche, vorhandene Zusatzqualifikationen und die Größe des Unternehmens. Aber auch der Standort und die Profitabilität eines Unternehmens spiegeln sich im Gehalt wider.

Seien Sie sich also darüber im Klaren, dass sowohl beim Berufseinstieg als auch beim Jobwechsel verschiedene Gehaltsfaktoren eine Rolle spielen. Studienabschluss, Spezialisierungen und auch die bisherige praktische Erfahrung aus Praktika während des Studiums oder verschiedenen Werkstudententätigkeiten beeinflussen am Ende Ihr Einstiegsgehalt.

Die bisherigen (fachlichen) Berufserfahrungen wirken sich auch bei einem Jobwechsel auf Ihre künftigen Gehaltsgespräche aus. Weitere Einflussgrößen stellen die jeweilige Position bei Ihren bisherigen Arbeitgebern bzw. Arbeitgeberinnen, Ihre Erfahrung in Führungsaufgaben, regionale Gehaltsunterschiede sowie die Größe des neuen Unternehmens dar.

Ebenso sollten Sie im Blick haben, dass sich die Gehälter je nach Branche stark voneinander unterscheiden. So zahlen laut Studien Unternehmen und Organisationen aus der Pharma- und Medizintechnikbranche sowie Banken oder Firmen aus der Investitionsgüterindustrie die attraktivsten Gehälter aus. Der Einzelhandel, die Gastronomie und auch das Handwerk bieten im Vergleich dazu eher weniger lukrative Jobs an.

Grundsätzlich sollten Sie deshalb bei der Einschätzung Ihres möglichen Gehaltspotenzials immer die aktuelle Wirtschaftslage im Blick haben.

Deshalb unser Tipp: Recherchieren Sie umfassend. Nutzen Sie Gehaltsrechner und sammeln Sie alle Informationen zu vergleichbaren Positionen und Unternehmen, die Sie finden können – ganz gleich, ob Sie gerade die Probezeit überstanden haben oder schon seit zehn Jahren im Unternehmen arbeiten.

Gehalt verhandeln will gelernt sein…

Nicht jeder bzw. jede ist versiert und routiniert beim Thema Verhandeln. Und oftmals gelingt ein erfolgreiches Gehaltsgespräch auch erst im zweiten oder dritten Anlauf. Grundsätzlich können wir Ihnen einen effektiven Tipp dafür mit auf den Weg geben: Nutzen Sie die Unternehmensgrundsätze und Unternehmenswerte des jeweiligen Unternehmens für Ihre Argumentation.

Ihr Arbeitgeber bzw. Ihre Arbeitgeberin setzt sich stets für zufriedene Kunden und Kundinnen ein? Wenn Sie es geschafft haben, diese zu akquirieren oder auch Bestandskunden sehr zufrieden mit Ihrer Leistung gemacht haben, sollten Sie dies auch in Gehaltsgesprächen kommunizieren.

Die Verbesserung des Workflows ist ein Ziel, für das sich Ihr Unternehmen permanent einsetzt? Wenn es Ihre Idee war, neue Prozesse und Systeme intern zu implementieren, die die Effizienz des Teams um 15 Prozent steigen ließen, sollten Sie dies Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin nicht vorenthalten.

Wenn es Ihnen gelang, zum Erfolg Ihres Arbeitgebers bzw. Ihrer Arbeitgeberin beigetragen zu haben, teilen Sie das selbstbewusst und stolz mit. Das hilft Ihren Vorgesetzten, Ihren Wunsch nach einer Gehaltsanpassung besser nachzuvollziehen.

Gehaltsverhandlungen: 4 Tipps für Ihre künftige Gehaltserhöhung

Auch wenn Sie immer von einer Gehaltsanpassung reden sollten und niemals von einer Erhöhung Ihres aktuellen Gehalts, gilt es ein wenig Verhandlungsgeschick anzuwenden. Mit diesen Tipps für das Gehaltsgespräch sind Sie gut gerüstet.

Seien Sie bei Gehaltsverhandlungen selbstbewusst

Viele Bewerberinnen und Bewerber oder auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Job agieren eher defensiv und schüchtern zu Beginn einer Gehaltsverhandlung. Entschuldigen Sie sich keineswegs für den Wunsch einer Gehaltsanpassung oder teilen Sie auch nicht Ihr Unwohlsein bei diesem Thema mit. Sie sind in dieser Situation gleichberechtigte Verhandlungspartner bzw. Verhandlungspartnerinnen und bewegen sich auf Augenhöhe mit Ihren Vorgesetzten. Was Sie erwarten können, ist ein Gegenwert für Ihre erbrachte Leistung. Kommunizieren Sie Ihren Wert selbstbewusst und fordern Sie diesen auch ein: „54.500 Euro halte ich für ein angemessenes Gehalt in meiner aktuellen Position.“ Versuchen Sie die Balance an dieser Stelle zu finden: Treten Sie nicht unverschämt auf, aber auch nicht als jemand, der um mehr Gehalt bettelt. Darüber hinaus vermeiden Sie die Verwendung des Konjunktivs wie beispielsweise „Ich würde dieses Gehalt als passend betrachten wollen.” Das mindert Ihre Chancen und lässt keine folgende Argumentation zu.

Leider haben Sie während des Mitarbeiter- bzw. Gehaltsgesprächs den Augenblick verpasst, um Ihren Gehaltswunsch zu äußern? Unser Tipp: Stimmen Sie dem ersten Angebot Ihres Chefs bzw. Ihrer Chefin auf keinen Fall zu. Sie befinden sich in einer Verhandlungssituation und deshalb sollten beide Seiten mit einem Gehaltsangebot einverstanden sein. Seien Sie sich dessen bewusst: Ihr Arbeitgeber bzw. Ihre Arbeitgeberin signalisiert dadurch die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft und auch einen gewissen Gehaltsspielraum.

Und auch wenn Ihr Arbeitsvertrag per E-Mail zugesendet wird, müssen Sie diesen ersten Vertragsentwurf nicht sofort gutheißen. Erst wenn beide Vertragsparteien glücklich sind und Einigkeit über das mögliche Salär herrscht, sollten Sie den Vorschlag akzeptieren.

Leider haben Sie während des Mitarbeiter- bzw. Gehaltsgesprächs den Augenblick verpasst, um Ihren Gehaltswunsch zu äußern? Unser Tipp: Stimmen Sie dem ersten Angebot Ihres Chefs bzw. Ihrer Chefin auf keinen Fall zu. Sie befinden sich in einer Verhandlungssituation und deshalb sollten beide Seiten mit einem Gehaltsangebot einverstanden sein. Seien Sie sich dessen bewusst: Ihr Arbeitgeber bzw. Ihre Arbeitgeberin signalisiert dadurch die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft und auch einen gewissen Gehaltsspielraum.

Und auch wenn Ihr Arbeitsvertrag per E-Mail zugesendet wird, müssen Sie diesen ersten Vertragsentwurf nicht sofort gutheißen. Erst wenn beide Vertragsparteien glücklich sind und Einigkeit über das mögliche Salär herrscht, sollten Sie den Vorschlag akzeptieren.


Viele Gehaltsexpertinnen und Gehaltsexperten nutzen Gesprächspausen. Warum? Stille ist für viele Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen in solchen Gesprächssituationen nur schwer zu ertragen. Stattdessen argumentieren sie ohne Anfang und Ende, was natürlich die Chancen auf eine Gehaltserhöhung minimiert. Das ganz bewusste und gezielt eingesetzte Schweigen ist eine Technik, die nur wenige in Verhandlungssituationen beherrschen. Teilen Sie mit, dass Sie sich eine Gehaltsanpassung von 15 Prozent im kommenden Jahr als gerechtfertigt vorstellen. Anschließend verharren Sie und fügen keine Gründe für Ihren Gehaltswunsch hinzu. So unterstreichen Sie das zuvor Gesagte und auch Ihre Entschlossenheit. Bei Nachfrage Ihres Chefs bzw. Ihrer Chefin können Sie dann direkt Ihre stichhaltigen und vorbereiteten Argumente einbringen.

Viele Gehaltsexpertinnen und Gehaltsexperten nutzen Gesprächspausen. Warum? Stille ist für viele Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen in solchen Gesprächssituationen nur schwer zu ertragen. Stattdessen argumentieren sie ohne Anfang und Ende, was natürlich die Chancen auf eine Gehaltserhöhung minimiert. Das ganz bewusste und gezielt eingesetzte Schweigen ist eine Technik, die nur wenige in Verhandlungssituationen beherrschen. Teilen Sie mit, dass Sie sich eine Gehaltsanpassung von 15 Prozent im kommenden Jahr als gerechtfertigt vorstellen. Anschließend verharren Sie und fügen keine Gründe für Ihren Gehaltswunsch hinzu. So unterstreichen Sie das zuvor Gesagte und auch Ihre Entschlossenheit. Bei Nachfrage Ihres Chefs bzw. Ihrer Chefin können Sie dann direkt Ihre stichhaltigen und vorbereiteten Argumente einbringen.


Häufig reagieren Vorgesetzte auf einen Gehaltswunsch reflexartig – und zwar mit phrasenartigen oder teilweise fadenscheinigen Gegenargumenten, die sich nicht widerlegen lassen. Auch auf diese können Sie sich im Vorfeld bestens vorbereiten.

So können Sie auf etwaiges fehlendes Budget eingehen und erwidern, dass gerade Ihr kürzlich abgeschlossenes Projekt in den letzten drei Monaten für einen Umsatzsprung von zum Beispiel 8 Prozent führte. So ersticken Sie die Gegenargumente sofort im Keim.

Häufig reagieren Vorgesetzte auf einen Gehaltswunsch reflexartig – und zwar mit phrasenartigen oder teilweise fadenscheinigen Gegenargumenten, die sich nicht widerlegen lassen. Auch auf diese können Sie sich im Vorfeld bestens vorbereiten.

So können Sie auf etwaiges fehlendes Budget eingehen und erwidern, dass gerade Ihr kürzlich abgeschlossenes Projekt in den letzten drei Monaten für einen Umsatzsprung von zum Beispiel 8 Prozent führte. So ersticken Sie die Gegenargumente sofort im Keim.


Auch auf folgende Standard-Gegenargumente sollten Sie sich einstellen:

  • „Leider kann ich Ihrem Gehaltswunsch wegen der aktuellen Finanzlage nicht entgegenkommen.“ – Ihre Antwort: „Genau das habe ich erkannt. Und genau deshalb gibt es mögliche Zusatzleistungen und Benefits, über die wir reden sollten.“

  • „Ihr aktuelles Gehalt ist schon viel höher als das, was in einer vergleichbaren Stelle üblich ist.“ – Ihre Antwort: „Meine Recherchen für den Beruf des Online Marketing Managers mit einer Berufserfahrung von zehn Jahren sowie die Erfolge, die ich bereits für unser Unternehmen verzeichnen konnte, sagen etwas anderes. Denn demnach liegt das Gehalt bei …“

  • „Ihr Gehaltswunsch übersteigt das aktuelle Budget unserer Abteilung. Dafür bin ich nicht befugt und muss unser Vorstandsvorsitzender entscheiden.“ – Ihre Antwort: „Meine Leistung in dieser Abteilung können Sie als Abteilungsleiter am besten einordnen. Welche Anpassung meines Gehalts erachten Sie konkret als angemessen?“

Ganz wichtig: üben, üben und nochmals üben. Auch hier sollten Sie so akribisch vorgehen wie bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Sie haben Ihren Traumjob noch nicht gefunden und möchten noch weitere Arbeitgeber kennenlernen? Dann laden Sie Ihren CV bei uns hoch und bewerben sich initiativ.

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